Essen

Tanz nach dem Ballett

Die drei bisherigen Begleitveranstaltungen zur Arbeit „Sacré Sacre du Printemps“ von Laurent Chétouane beleuchteten mehrere zentrale Aspekte der Arbeit von Chétouane in Gestalt von Vorträgen und Diskussionen: Krassimira Kruschkova entwickelte bei der Veranstlatung in Essen in ihrem Vortrag einen Abriß der choreographischen Arbeiten Chétouanes von deren Anfängen bis zur gegenwärtigen Arbeit. Ihr folgte eine sehr lebhaften Diskussion, in deren Verlauf die Tanzwissenschaflter Gerald Siegmund, Bojana Kunst und Jurga Imbrasaite Positionen zur Frage vorstellten, was es heißen könnte, den Tanz nach dem Ballett zu denken. Dabei spielten Fragen des Gedächtnisses der Tanztradition in Arbeiten, die sich von ihr absetzen (Siegmund), der Kontextualisierung von Chétouanes Arbeit in philosophischen Fragen gegenwärtigen Tanzes und gegenwärtiger Choreographie (Kunst) sowie der Situierung dieser Arbeit in Konstitution und Dekonstruktion des akademischen Tanz-Diskurses (Imbrasaite) eine Rolle. Eindrucksvoll erklärte der Tänzer Matthieu Burner die Arbeit an einer den überkommenen Techniken und Auffassungen des Tanzes gänzlich zuwiderlaufenden Auffassung von Tanz in der aktuellen Arbeit.


PD Dr. Krassimira Kruschkova (Wien): Entlang des Widerstands. Die Choreographien von Laurent Chétouane


Diskussionsrunde mit Matthieu Burner (Tänzer, Berlin), Jurga Imbrasaite (Theaterwissenschaftlerin, Bochum), Prof. Dr. Bojana Kunst (Performance-Theoretikerin, Dramaturgin, Hamburg), Prof. Dr. Gerald Siegmund (Theater- und Tanzwissenschaftler, Gießen) Gesprächsleitung: Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll

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