Paris

In Paris beleuchtete der Vortrag von Nikolaus Müller-Schöll die Entwicklung der choreographischen Arbeit Chétouanes aus seiner früheren Arbeit als Regisseur heraus, wobei zugleich die Affinität des Ansatzes von Chétouane mit William Forsythes Vorstellung von Tanzen als einer Form des szenischen Denkens entwickelt wurde. Diesen Faden griffen der französische Philosoph Jean-Luc Nancy und Laurent Chétouane in ihrem Gespräch über die Arbeit auf, um dabei zugleich allgemeiner zu erörtern, was es mit dem Tanz als einer quasi-transzendentalen Eröffnung jedes Diskurses auf sich hat. Bernhard Waldenfels trug in seinem Vortrag eine auf genauen Beobachtungen fußende Lektüre der Sacre-Arbeit vor, wobei er die Choreographie auf seine phänomenologischen Arbeiten zum Fremden zurückbezog und eine wechselseitige Erhellung der Theorie durch die choreographische Arbeit, der Arbeit durch die Theorie versuchte. In der abschließenden Diskussionsrunde kommentierten Danielle Cohen-Lévinas, Jean-Francois Peyret (Paris) und Cécile Schenck (Paris) unter der Moderation von Franz Anton Cramer (Berlin) die Arbeit, die sie in der Pariser Vorstellung gesehen hatten, wobei sie entsprechend ihrer eigenen Arbeitsgebiete auf die Musik (Cohen-Lévinas), auf tanzgeschichtliche Zitate (Schenck) und auf Bezüge zur Theaterarbeit Chétouanes eingingen.

Das Passwort für die Videos finden Sie auf Seite 22.


Nikolaus Müller-Schöll (Frankfurt): Raisonner sur scène. Laurent Chétouanes Bühnenarbeit.


Gespräch zwischen Jean-Luc Nancy (Strasbourg/Paris) und Laurent Chétouane (Berlin)


Bernhard Waldenfels (Bochum/München): Zur Frage des Fremden


Diskussionsrunde zur Arbeit „Sacré Sacre du Printemps“

mit Danielle Cohen-Lévinas, Jean-Francois Peyret (Paris) und Cécile Schenck (Paris). Moderation: Franz Anton Cramer (Berlin)

Advertisements